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Lexikon - S


Schadenfreiheitsklasse
Die Beitragshöhe in der KFZ - Haftpflicht - und Vollkaskoversicherung wird durch die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) ermittelt. In der letzten Rechnung der Versicherung stehen die Angaben über die SF-Klasse. Wird ein Zweitfahrzeug erstmals angemeldet, oder meldet der Versicherungsnehmer nach drei Jahren Führerscheinbesitz, unter Voraussetzung ausreichender Fahrpraxis, erstmals einen PKW an, entspricht dies der Klasse 1/2. Besitzt der Versicherungsnehmer den Führerschein weniger als drei Jahre und meldet erstmals ein Auto an, entspricht dies der Einstufung in die Klasse SF0.

Schadenfreiheitsklasse
Erstwagen Wenn beide Fahrzeuge bei der selben Gesellschaft versichert sind, besteht die Möglichkeit, den Zweitwagen des Partners in die Schadenfreiheitsklasse des Erstwagens einzustufen.

Schadenfreiheitsklasse Vertragsunterbrechung
Bei den meisten Gesellschaften bleibt die Schadenfreiheitsklasse trotz einer Vertragsunterbrechung noch 7 Jahre bestehen. Bei einer Pause von weniger als einem halben Jahr, wird die Unterbrechung mit Hinsicht auf die Einstufung nicht weiter berücksichtigt. Bei einigen Gesellschaften ist auch mit einer Erhöhung dieser Frist zu rechnen. Dann wird der Vertrag entweder bis zu einem Jahr und damit in die nächste Schadenfreiheitsklasse eingestuft oder die Frist des Rabattes wird auf eine Zeit verlängert, die über 7 Jahre hinausgeht.

Schadenfreiheitsklasse Zweitwagen
Hat der Partner bereits ein Fahrzeug, das auf ihn zugelassen ist, dann erhält der Versicherungsnehmer automatisch eine bessere Schadenfreiheitsklasse von meistens SF1 (100%), oder SF2 (85%).

Schlußdividende
Letzter Gewinnanteil, der meist neben den laufenden Gewinnanteilen zusätzlich bei Ablauf der Versicherung oder in verringerter Höhe bei Tod im letzten oder vorletzten Versicherungsjahr ausgeschüttet wird.

Schlußkurs
Letzter Tageskurs bei variabler Notierung

Schutzbrief
Normalerweise sind folgende Leistungen in einem Schutzbrief inbegriffen: Pannenhilfe am Unfallort, Fahrzeugbergung und Abschleppdienst. Bei Fahrausfall durch eine Panne oder einen Unfall: Weiter- bzw. Rückfahrt, gegebenenfalls auch übernachtung, Mietwagen bei Fahrzeugausfall, Wiederbeschaffung von Ersatzteilen, Krankentransport, Kinderrücktransport, Verstorbenenüberführung, Krankenbesuch. Es gibt jedoch keine allgemeine gesetzliche Kostenübernahmepflicht jeder dieser Leistungen. Sollte auf eine der Leistungen besonderer Wert gelegt werden, sollte sich der Versicherte bei seiner Gesellschaft vorher genau erkundigen.

Selbstbehalt
Der Versicherungsnehmer hat pro Schadenfall einen bestimmten Prozentsatz oder einen bestimmten Betrag selbst zu tragen. Die Selbstbeteiligung hat die Funktion, das subjektive Risiko in einem günstigen Sinne zu beeinflussen und Bagatellschäden zu vermeiden.

Selbsttötung, Selbstmord
Bei Selbsttötung vor Ablauf von drei Jahren seit Zahlung des Einlösungsbeitrages oder seit Wiederherstellung der Lebensversicherung besteht Versicherungsschutz nur dann, wenn nachgewiesen wird, daß die Tat in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit begangen worden ist. Andernfalls wird ein vorhandenes Deckungskapital ausgezahlt. Bei Selbsttötung nach Ablauf der Dreijahresfrist bleibt das Versicherungsunternehmen zur Leistung verpflichtet.

Shareholder Value
Konzept der Unternehmensführung, das auf die Steigerung des Aktionärsvermögens ausgerichtet ist.

Sondervermögen
Nach deutschem Recht handelt es sich dabei um einen von einer Kapitalanlage-gesellschaft (Investmentgesellschaft) verwalteten Investmentfonds. Das Sonder-vermögen ist vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft gesondert von einer Depotbank zu verwahren. Ein Wertpapiersondervermögen setzt sich im wesentlichen zusammen aus den Kurswerten der Wertpapiere (Aktien und/oder festverzinsliche Wertpapiere) sowie einer Barreserve. Das Sondervermögen entsteht durch Geldeinzahlung von Anlegern, die dafür entsprechende Anteilscheine erhalten.

Sparplan
Mit Hilfe eines Sparplanes kann ein Anleger durch die Einzahlung von regelmäßigen Beträgen Investmentanteile erwerben. Dadurch nutzt er die Vorteile des Durchschnitts-kosteneffektes (Cost-Average-Effekt) und steht nicht mehr vor der Entscheidung, den optimalen Anlagezeitpunkt wählen zu müssen.

Spezialfonds
Sie sind das Gegenteil von offenen Fonds. Es dürfen nicht mehr als zehn Anteilinhaber am Fondsvermögen beteiligt sein. Spezialfonds werden z.B. im Auftrag von Versicherungsgesellschaften, Unternehmen oder Stiftungen aufgelegt.

Spezialitätenfonds
Diese Fonds beschränken sich in ihrem Anlagegrundsatz auf bestimmte Branchen/Themen oder einzelne Regionen/Länder. Das Risiko (wie auch die Chance) ist für diese Fonds größer, da nicht mehr alle Möglichkeiten zur Diversifizierung zu Verfügung stehen.

Split
Der Split als Aktienteilung dient dazu, optisch hohe Aktienkurse zu vermeiden.

Standardwerte
Aktien bedeutender Unternehmen mit hohem standing, relativ guter Ertragslage und großen Börsenumsätzen

Sterbegeld
Die GKV zahlt beim Tod des Versicherten ein Sterbegeld, wenn er am 01.01.89 und zum Zeitpunkt des Todes in der GKV versichert war. Das Sterbegeld beträgt 2.100,00 DM für Mitglieder und 1.050,00 DM für mitversicherte Angehörige.

Sterbetafel
Aufzeichnung statistischer Sterbenswahrscheinlichkeiten aufgrund der Beobachtung großer Personengruppen. Daraus ergibt sich die Sterbewahrscheinlichkeit, die für die Beitragsberechnung der Lebens- und Krankenversicherer wichtig ist.

Strukturierte Produkte
In strukturierten Produkten werden verschiedene Wertpapiere kombiniert, so z.B. in einem Zertifikat. Der Anleger kann mit dieser Anlageform an der Entwicklung von Indizes, Aktienkörben, Branchen, etc. partizipieren und hält dabei nur ein einziges Wertpapier, das strukturierte Produkt (mit eigener Wertpapierkennnummer). Grundsätzlich muß bei strukturierten Produkten besonders auf den Verkaufsprospekt geachtet werden, der über die exakten Bedingungen des Produktes informiert.

Stundung
Bei vorübergehender Zahlungsunfähigkeit des Versicherungsnehmers kann die Gesellschaft die Prämienzahlung stunden, wenn aus der Versicherung bereits ein Rückkaufwert vorhanden ist und zwar solange dieser für die Deckung der fälligen Prämien ausreicht.

Stückaktie
Aktie mit einem bestimmten prozentualen Anteil am Grundkapital.

Summenrabatt
Tariflich vorgesehener Prämiennachlass bei Abschluß eines Vertrages über größere Versicherungssummen. Der Rabatt ist geschäftsplanmäßig festgelegt. Die willkürliche Einräumung eines Summenrabattes aus Konkurrenzgründen ist nicht zulässig.

Schwere Werte
Aktien mit einem ungewöhnlich hohen absoluten Kurs, unter dem u. U. die Handelbarkeit leidet.

 

 
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